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Blog

Herzlich willkommen auf meiner Homepage!

roger_liebi


Guten Tag!

Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt aus meinem neuesten Buch "Leben wir wirklich in der Endzeit. Mehr als 175 erfüllte Prophezeiungen". Es soll im Frühjahr erscheinen. Es geht hier um eine von über 175 Prophezeiungen der Bibel, die sich in unserer Zeit erfüllt hat:

„Frieden und Sicherheit!“

Wenn es um das baldige Kommen des Richters geht, sollte man in diesem Zusammenhang noch auf eine erstaunliche Prophetie in 1. Thessalonicher 5,1-3 hinweisen, wo der Apostel Paulus im Blick auf die Endphase der Endzeit sagte:

[1] Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. [2] Denn ihr selbst wisst genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht. [3] Wenn sie [dauernd] sagen: Frieden und Sicherheit! dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere [kommen]; und sie werden nicht entfliehen.

Der Ausdruck „sie sagen“ (griech. legousin) in Vers 3 steht im griechischen Grundtext im Durativ. Bei dem griechischen Verbalsystem handelt es sich um ein Aspektsystem, das sehr präzise zu unterscheiden vermag, ob eine bestimmte Handlung als punktueller Akt (Punktual), als fortdauerndes oder wiederholtes Geschehen (Durativ) oder als Zustand, der aus einer punktuell in der Vergangenheit geschehenen Handlung resultiert (Resultativ), beschrieben werden soll.[1] Der genaue Sinn des Wortes legousin ist daher in 1. Thessalonicher 5,2 im Deutschen so auszudrücken:

„Wenn sie dauernd sagen: …“ / „Wenn sie immer wieder sagen: …“

Wer ist mit „sie“ gemeint? Im Altgriechischen wird die 3. Person Plural oft an der Stelle gebraucht, wo wir im Deutschen das unpersönliche „man“ verwenden würden.[2] Deshalb darf mit Fug und Recht übersetzt werden:

„Wenn man dauernd sagt: …“ oder „Wenn man immer wieder sagt: …“

Im Zusammenhang von 1. Thessalonicher 5,2-3 geht es um „den Tag des HERRN“ (V.2), d.h. um die Gerichtszeit des Endes, welche über die ganze Welt kommen soll (vgl. Zeph 1,2-3.14-18). Damit bezieht sich das Wort „sie“ bzw. das Wort „man“ ganz allgemein auf die Menschen und Nationen der Welt in der Endzeit.

Der Text spricht übrigens nicht davon, dass dabei wirklicher Friede käme, nicht einmal von einem Scheinfrieden ist die Rede. Das Bibelwort berichtet nur davon, dass die Menschen dauernd von Frieden und Sicherheit sprechen würden.

 

Die Gründung des Völkerbundes (1919)

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde am 28. Juni 1919 der Versailler-Friedensvertrag zwischen den USA, dem Britischen Reich, Frankreich, Italien, Japan, Belgien, Bolivien, Brasilien, Kuba, Ekuador, Griechenland, Guatemala, Haiti, Hedschas, Honduras, Liberia, Nikaragua, Panama, Peru, Polen, Portugal, Rumänien, dem serbisch-kroatisch-slowenischen Staat, Siam, der Tschechoslowakei und Uruguay auf der einen Seite und Deutschland auf der anderen Seite geschlossen. Der I. Teil (Artikel 1-26) beinhaltet die am 28.4.1919 durch die Plenartagung der Pariser Friedenskonferenz angenommene Satzung des Völkerbundes. In den Einleitungssätzen steht dort: [3]

„In der Erwägung, daß es zur Förderung der Zusammenarbeit der Nationen und zur Gewährleistung von Frieden und Sicherheit zwischen ihnen darauf ankommt,
gewisse Verpflichtungen einzugehen, nicht zum Kriege zu schreiten, in aller Öffentlichkeit auf Gerechtigkeit und Ehre beruhende Beziehungen zwischen den Völkern zu pflegen,
die von nun an als Regel für das tatsächliche Verhalten der Regierungen anerkannten Vorschriften des Völkerrechts genau zu beobachten, die Gerechtigkeit herrschen zu lassen und alle vertragsmäßigen Verpflichtungen in den gegenseitigen Beziehungen der organisierten Völker gewissenhaft zu beobachten, nehmen die hohen vertragsschließenden Teile die folgende Satzung an, die den Völkerbund stiftet.“

Als der Völkerbund, diese völlig neuartige internationale Organisation in der Menschheitsgeschichte, am 10. Januar 1920 seine Arbeit aufgenommen hatte, sollte von da an seine grundlegende Aufgabe darin bestehen, in dieser Welt für „Frieden und Sicherheit“ zu sorgen.

 

Die Gründung der UNO (1945)

Es dauerte nicht lange, und da brach der Zweite Weltkrieg aus, der noch viel verheerender war als der Erste. Als Konsequenz davon wurde 1946 der Völkerbund aufgelöst. Es sollte eine bessere Organisation an seine Stelle treten, die nun wirklich für „Frieden und Sicherheit“ sorgen würde. Diese neue Organisation war die UNO, deren Charta bereits am 24. Oktober 1945 in Kraft getreten war. Die Präambel beginnt mit folgenden Worten:[4]

„Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat, unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen, Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können, den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern, und für diese Zwecke Duldsamkeit zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben, unsere Kräfte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, Grundsätze anzunehmen und Verfahren einzuführen, die gewährleisten, daß Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und internationale Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker zu fördern - …“

Eine der ersten Sitzungen der UNO war die Zusammenkunft vom 29. November 1947, als durch den Teilungsbeschluss grünes Licht zur Gründung eines Judenstaates in Palästina gegeben wurde.

Nach der Staatsgründung am 14. Mai 1948 folgte sogleich der totale Krieg der Araber gegen Israel, obwohl Israel am Tag der Staatsgründung allen arabischen Staaten ausdrücklich die Hand zum Frieden ausgestreckt hatte.

Der Krieg endete 1949 mit separaten Waffenstillstandsabkommen zwischen den meisten arabischen kriegsführenden Staaten und Israel. Jedoch war kein arabischer Staat bereit, in den folgenden Jahren mit Israel einen Friedensvertrag abzuschliessen.

 

Die UNO-Resolution 242 (1967)

1967 kam der zweite Versuch der Totalvernichtung Israels. Nachdem aber auch der Sechstagekrieg nicht zu diesem Ziel geführt hatte, lehnte die Gipfelkonferenz der arabischen Staaten im August 1967 in der sudanesischen Hauptstadt Khartum, jegliche Möglichkeit zu einem Friedensschluss mit Israel vehement ab. Die künftige Politik im Blick auf den Judenstaat wurde kurz und bündig so formuliert:

„Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“[5]

Währenddessen verabschiedeten die Vereinten Nationen am 22. November 1967 die UN-Sicherheitsresolution 242. Diese Entschliessung verlangte das Recht aller Staaten in der Region, „innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen in Frieden und Freiheit von Drohung und Gewalt zu leben.“[6]

 

Die UNO-Resolution 338 (1973)

1973 kam es zum dritten Versuch der Totalvernichtung Israels. Auch das endete mit einem weiteren verlorenen Krieg für die arabischen Nachbarn Israels. Am 22. Oktober verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Resolution 338:[7]

„Der Sicherheitsrat,

 

  1. fordert alle an den gegenwärtigen Kampfhandlungen Beteiligten auf, sofort, spätestens 12 Stunden nach dem Zeitpunkt der Verabschiedung dieses Beschlusses, in denen von ihnen jetzt besetzten Stellungen jedes Feuer einzustellen und jede militärische Aktivität zu beenden.
  2. fordert die beteiligten Parteien auf, sofort nach Einstellung des Feuers damit zu beginnen, die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates (1967) [vgl. dort das Recht „innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen in Frieden und Freiheit von Drohung und Gewalt zu leben.“] in allen ihren Teilen durchzuführen.
  3. beschließt, dass sofort und gleichzeitig mit den Feuereinstellungen Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien unter geeigneter Schirmherrschaft mit dem Ziel aufgenommen werden, einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten herzustellen.“

 

Der Frieden mit Ägypten (1979)

Ägypten erkannte, dass Israel nicht zu besiegen war. So war dieser südwestliche Nachbar des Judenstaates schliesslich bereit, am 26. März 1979 einen Friedensvertrag auf der Grundlage der Camp-David I-Verhandlungen mit seinen Feinden zu schliessen, um so ohne weitere Kriegsmühe die gesamte von Israel eroberte Sinaihalbinsel mitsamt den dortigen Ölquellen zurückzukriegen, ca. 80% aller im Sechstagekrieg von Israel besetzten Gebiete. Dieser Vertrag war das Werk des US-Präsidenten Jimmy Carter, zusammen mit dem ägyptischen Kollegen Anwar as-Sadat und dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin.

In diesem Friedensvertrag steht ganz am Anfang:[8]

„Präambel

Überzeugt von der dringlichen Notwendigkeit, einen gerechten, umfassenden und dauerhaften Frieden im Mittleren Osten zu errichten, in Übereinstimmung mit den Resolutionen 242 und 338 des Sicherheitsrates; …

Vom Wunsch erfüllt, den Kriegszustand zwischen ihnen zu beenden und einen Frieden zu errichten, in welchem jeder Staat in der Region in Sicherheit leben kann …“

 

Die Friedenskonferenz von Madrid (1991)

Nach dem Golfkrieg von 1991 erfüllte die USA ihr kurz davor gegebenes Versprechen, sich mit vermehrten Kräften der Lösung des Nahostkonfliktes zu widmen. So kam es zu der damaligen grossen Friedenskonferenz von Madrid, bei der die Konfliktparteien einander begegnen mussten. Auch die Sowjetunion wirkte mit. Im amerikanisch-sowjetischen Einladungsschreiben an die Konfliktparteien vom 30. Oktober 1991 steht am Schluss:[9]

„In der Tat, nur durch einen solchen Prozess kann wirklicher Frieden und Versöhnung zwischen den arabischen Staaten, Israel und den Palästinensern erreicht werden. Und nur durch diesen Prozess können die Völker des Nahen Ostens den Frieden und die Sicherheit erhalten, die sie reichlich verdienen.“

 

Der Frieden mit der PLO und den Palästinensern (1993)

Eine weitere Folge der Madrider-Friedenskonferenz war schliesslich der Friedensschluss mit den durch die PLO vertretenen Palästinensern am 13. Oktober 1993, als der israelische Präsident Jitzchak Rabin die Hand Jasser Arafats im Beisein des US-Präsidenten Bill Clinton auf der Wiese vor dem Weissen Haus schüttelte. An jenem Tag wurde die Prinzipienerklärung (Oslo I-Abkommen) von beiden Konfliktparteien unterzeichnet. Darin steht, gleich zu Beginn:[10]

„Israel-PLO Abkommen 1993

Die Regierung des Staates Israel und das palästinensische Team, welches das palästinensische Volk repräsentiert, stimmen miteinander überein, dass es an der Zeit ist, die Jahrzehnte der Konfrontation und des Konflikts zu beenden, um ihre gegenseitigen legitimen und politischen Rechte anzuerkennen, und dafür zu kämpfen, damit man in friedlicher Koexistenz und gegenseitiger Würde und Sicherheit leben kann, um einen gerechten, dauernden und umfassenden Friedensschluss und eine historische Versöhnung durch den vereinbarten politischen Prozess zu erreichen.“

 

Der Frieden mit Jordanien (1994)

Am 26. Oktober 1994 schlossen Israel unter Jitzchak Rabin und Jordanien unter König Hussein in Anwesenheit von US-Präsident Bill Clinton Frieden. Ausdrücklich auf der Grundlage der Washington Deklaration vom 25. Juli 1994 wurde der Friedensvertrag damals unterzeichnet. In der Deklaration steht:[11]

„B 1. Jordanien und Israel streben das Erreichen eines gerechten, dauernden und umfassenden Friedens zwischen Israel und seinen Nachbarn an, und der Schluss eines Friedensvertrages zwischen beiden Ländern.

B 5. Die beiden Länder wünschen die Entwicklung guter nachbarschaftlicher Beziehungen in Zusammenarbeit miteinander, um eine dauernde Sicherheit zu erreichen …“

 

Oslo II (1995)

Am 24. September 1995 wurde in Taba (auf der Sinaihalbinsel / Ägypten) zwischen Israel unter Jitzchak Rabin und der PLO unter dem Vorsitzenden Jassir Arafat das „Israelisch-Palästinensisches Interimsabkommen“, auch Oslo II genannt, in Gegenwart von US-Präsident Bill Clinton und weiteren politischen Zeugen aus Russland, Ägypten, Jordanien, Norwegen, und der EU unterzeichnet.[12] Dieses Abkommen war sehr entscheidend im Blick auf die Zukunft des Gazastreifens und des Westjordanlandes. Es basiert auf den UNO-Resolutionen 242 und 338, die Frieden und Sicherheit fordern. Hier der Eröffnungstext dieses Dokuments von 1995:[13]

„Präambel

Im Rahmen des in Madrid im Oktober 1991 eingeleiteten Friedensprozesses im Nahen Osten; …

In dem ihre Entschlossenheit bestätigt wird, dass den Jahrzehnten der Konfrontation ein Ende gesetzt werden soll, um in friedlicher Koexistenz zu leben, in gegenseitiger Würde und Sicherheit, indem ihre gegenseitigen legitimen und politischen Rechte anerkannt werden; …“

Dieses Abkommen aus dem Jahr 1995 wurde die Basis für weitere Abkommen wie das Hebron-Protokoll (1997), das Wye-Abkommen (1998) und die Roadmap (2002).

 

Das Hebron-Abkommen (1997)

Das Hebron-Abkommen zur Regelung der israelischen Truppenverschiebung bei Hebron[14] im Zug der Umsetzung von Oslo II wurde von Benjamin Nethanjahu und Jassir Arafat im Beisein von US-Sekretär Christopher Warren im Januar 1997 unterzeichnet. Integraler Bestandteil dieses Abkommens war ein Brief von Warren an Nethanjahu, in dem er schreibt:[15]

„Der Einsatz der Vereinigten Staaten für die Sicherheit Israels steht felsenfest und bildet den fundamentalen Eckstein unserer besonderen Beziehung. Das Schlüsselelement in unserer Annäherung an den Frieden, eingeschlossen sind die Verhandlungen und Umsetzungen von Abkommen zwischen Israel und seinen arabischen Partnern, bestand allezeit in einer Anerkennung von Israels Bedürfnis nach Sicherheit … Ich möchte wiederholen, dass Israel ein Recht hat auf sichere Grenzen, die verteidigt werden können …“

 

Das Wye-Abkommen (1998)

Das Wye-Abkommen,[16] unterzeichnet am 23. Oktober 1998 von Benjamin Nethanjahu und Jassir Arafat, im Beisein von König Hussein und Bill Clinton, sollte den Truppenabzug der israelischen Armee aus dem Westjordanland regeln, indem der Begriff der „Sicherheit“ im Rahmen des Friedens-Prozesses konkret umgesetzt werden sollte.

 

Camp David II (2000)

Am Nahostfriedensgipfeltreffen in Camp David machte Ministerpräsident Ehud Barak ein sensationelles Angebot an Jassir Arafat, das alle israelischen Vorschläge aus der Vergangenheit übertraf. Jassir Arafat lehnte es jedoch rundum ab. Aber die Konfliktparteien unterzeichneten zusammen mit Bill Clinton wenigstens das „Trilateral Statement“, in dem unter Bezug auf die Resolutionen 252 und 338 „Frieden“ und „Sicherheit“ angestrebt werden sollten.[17] Kurz darauf brach die zweite Intifada, der zweite Aufstand der Palästinenser, aus.

 

Die Roadmap (2002)

Das „Nahost-Quartett” (UNO, USA, EU und Russland) hat im neuen Jahrtausend einen umfassenden Friedensplan ausgearbeitet. Die Grundsätze dieses Plans wurden von US-Präsident George W. Bush in einer Rede vom 24. Juni 2002 präsentiert. Darin äusserte er wörtlich:[18]

„Meine Vision besteht in zwei Staaten, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.“

Aber auch durch diese Friedensverträge entstanden in Nahost keine Ruhe, kein Frieden und keine Sicherheit. Der arabische Terrorismus ging weiter, Jahr für Jahr, und forderte unzählige Todesopfer.

Die internationalen Bemühungen für Frieden und Sicherheit sind jedoch weiter gegangen. Die USA, die UNO, die EU und Russland versuchen bis heute in unzähligen Bemühungen, den Konflikt zu beenden. Unzählige Reden auf der internationalen Bühne wurden gehalten, unzählige Appelle an die Konfliktparteien gerichtet. Wer dies verfolgt hat, stellt fest, dass ständig die Formel „Frieden und Sicherheit“ fällt. Insbesondere seit dem Friedenschluss der Madrider Konferenz von 1991 wird diese Formel wie ein Mantra gebetsmühlenartig ständig auf den internationalen politischen Schauplatz wiederholt. Wenn man 1. Thessalonicher 5 vor Augen hat, muss es einem dabei schwül werden.

Noch einige wenige Beispiele aus der jüngeren Zeit in ihrem exakten Wortlaut sollen dies illustrieren.  Hier die Erklärung des Nahost-Friedens-Quartetts vom 1. März 2005 in London:[19]

„Das Quartett lobt die kürzlich erfolgte Annahme der Initiative zu einem Rückzug aus Gaza und aus Teilen des Westjordanlandes, und wiederholt [die Aussage], dass ein Rückzug aus Gaza wirklich vollständig durchgeführt werden sollte und zwar in einer Weise, die mit der Roadmap übereinstimmt, als einem wichtigen Schritt hin zur Umsetzung der Vision von zwei demokratischen Staaten, Israel und Palästina, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.  ... Das Quartett bleibt bereit, sich einzubringen, und drückt nochmals seine Ermutigung und seine Unterstützung beider Seiten aus im Blick auf die Fortschritte, die sie in den vergangen Wochen bewerkstelligt haben, und wiederholt die Erklärung seiner Entschlossenheit im Blick auf die Erfüllung der Vision von zwei Staaten, ein völlig sicheres Israel und ein souveränes, benachbartes, demokratisches Palästina, Seite an Seite in Frieden und Sicherheit lebend.“

Das Statement des Nahost-Quartetts vom 15. Dezember 2008 in New York:[20]

„Das Quartett drückt seine wohlüberlegte Sicht aus, dass der bilaterale Verhandlungsprozess, der in Annapolis in Gang gebracht worden ist, unumkehrbar ist, und dass diese Verhandlungen intensiviert werden sollen, damit dem Konflikt ein Ende gesetzt wird und damit, so bald als möglich der Staat Palästina gegründet werden kann, der Seite an Seite in Frieden und Sicherheit mit Israel leben soll. …“

Mitteilung von Präsident Obama, anlässlich seiner Pressekonferenz vom 24. März 2009 im Weissen Haus in Washington:[21]

„… es ist für uns entscheidend, dass eine Zwei-Staaten-Lösung vorangetrieben wird, in der Israelis und Palästinenser Seite an Seite in ihrem Staat in Frieden und Sicherheit leben können.“

Der israelische Premierminister Benjamin Nethanjahu erklärte am 25. März 2009 in Jerusalem:[22]

Die Palästinenser „sollten verstehen, dass sie in unserer Regierung einen Partner haben für Frieden, für Sicherheit, für eine schnelle Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft.“

Am 7. April 2009 sprach US-Präsident Obama zum türkischen Parlament:[23]

„Lasst mich es klar sagen: Die Vereinigten Staaten unterstützen nachdrücklich das Ziel von zwei Staaten, Israel und Palästina, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben. Das ist ein Ziel, das durch Palästinenser, Israelis und Menschen guten Willens rund um die Welt gemeinsam getragen wird. Das ist ein Ziel, dem die Parteien in der Roadmap und in Annapolis zugestimmt haben. Und dies ist ein Ziel, das ich als Präsident aktiv verfolge.“

Ferner sagte er, dass die Israelis und die Palästinenser „alte Leidenschaften und die derzeitige Politik überwinden [müssen] in Richtung eines sicheren und dauernden Friedens.“



[1] HOFFMANN / VON SIEBENTHAL: Griechische Grammatik, S. 304ff; WALLACE: Greek Beyond the Basics, S. 494ff.

[2] HAUBECK / VON SIEBENTHAL: Neuer sprachlicher Schlüssel zum Neuen Testament, Bd. II, S. 452 (A76).

[3] http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/versailles/index.html (Stand: 25.10.2011); Hervorhebung durch den Autor (RL).

[4] http://www.unric.org/de/charta (Stand: 25.10.2011); Hervorhebung durch den Autor (RL).

 

[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_338_des_UN-Sicherheitsrates (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[8] http://www.mfa.gov.il/MFA/Peace%20Process/Guide%20to%20the%20Peace%20Process/Israel-Egypt%20Peace%20Treaty (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[9] http://www.miftah.org/Display.cfm?DocId=430&CategoryId=10 (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[10] http://avalon.law.yale.edu/20th_century/isrplo.asp (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[13] http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Peace/interim.html (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[15] http://en.wikipedia.org/wiki/Hebron_Protocol (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[16] Der originale Wortlaut: http://www.state.gov/www/regions/nea/981023_interim_agmt.html (Stand: 25.10.2011).

[19] http://www.un.org/news/dh/infocus/middle_east/quartet-1mar2005.htm (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[20] http://www.un.org/News/Press/docs/2008/sg2147.doc.htm (Stand: 18.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[21] http://blogs.suntimes.com/sweet/2009/03/president_obamas_press_confere.html (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[22] http://www.nytimes.com/2009/03/26/world/middleeast/26mideast.html (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

[23] http://www.turkishweekly.net/news/71058/-obama-we-are-committed-to- annapolis.html (Stand: 25.10.2011); deutsche Übersetzung und Hervorhebungen durch den Autor (RL).

 

 

Liebe Grüsse

Roger Liebi

 


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